Donnerstag, 26. September 2019

Planlos ist sinnlos

wenn man depressiv ist. Das stelle ich immer wieder fest. Zu schnell kommt das Gedankenkarussell und der dunkle Teil des Tages. Dann bin ich nicht mehr in der Lage, mich zu organisieren.

Doch das ist ja wohl das kleinste Problem, denn so ein grober Plan ist schnell gemacht.

Das Gute dabei ist, dass ich nun auch sehen kann, was ich tatsächlich alles geleistet habe. Das ist unterm Strich doch meistens einiges mehr, als nach meiner Selbsteinschätzung. Da schlägt mir doch oft der Innere Kritiker ein gewaltiges Schnippchen, dem ich ja doch nie gut genug bin.

Dann ist es schwer, nicht ganz aufzugeben, und gar nichts zu tun.

Momentan geht es mir wieder etwas schlechter mit meinen Depressionen, und solche Dinge wie morgens waschen, Zähne putzen und sich hübsch anziehen ist nicht selbstverständlich.

Auch hier hilft mir, dass ich mir meine Kleider abends hinlege. Wenn ich die dann morgens im Bad sehe, kann ich mich doch zum Waschen und etwas hübsch machen überwinden.

Doch es bleibt schwer momentan....

Auch heute ist so ein Tag. Die Dunkelheit klebt an mir, und ich muss aufpassen, dass ich nicht abrutsche. Meine Tagesaufgaben schaffe ich nicht, daher habe ich heute immerhin mal meine angefangenen Handarbeiten fertig gemacht, fotografiert und wieder aufgeräumt.

Aufräumen ist sehr wichtig, denn auch das gibt Struktur und einen Rahmen. Und die Handarbeiten für die Charitysachen geben mir das Gefühl, ein wichtiger Baustein im Rad des Lebens zu sein, und nicht sinnlos und ohne Arbeitsaufgaben meine Rente zu erhalten....

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