Donnerstag, 26. September 2019

Planlos ist sinnlos

wenn man depressiv ist. Das stelle ich immer wieder fest. Zu schnell kommt das Gedankenkarussell und der dunkle Teil des Tages. Dann bin ich nicht mehr in der Lage, mich zu organisieren.

Doch das ist ja wohl das kleinste Problem, denn so ein grober Plan ist schnell gemacht.

Das Gute dabei ist, dass ich nun auch sehen kann, was ich tatsächlich alles geleistet habe. Das ist unterm Strich doch meistens einiges mehr, als nach meiner Selbsteinschätzung. Da schlägt mir doch oft der Innere Kritiker ein gewaltiges Schnippchen, dem ich ja doch nie gut genug bin.

Dann ist es schwer, nicht ganz aufzugeben, und gar nichts zu tun.

Momentan geht es mir wieder etwas schlechter mit meinen Depressionen, und solche Dinge wie morgens waschen, Zähne putzen und sich hübsch anziehen ist nicht selbstverständlich.

Auch hier hilft mir, dass ich mir meine Kleider abends hinlege. Wenn ich die dann morgens im Bad sehe, kann ich mich doch zum Waschen und etwas hübsch machen überwinden.

Doch es bleibt schwer momentan....

Auch heute ist so ein Tag. Die Dunkelheit klebt an mir, und ich muss aufpassen, dass ich nicht abrutsche. Meine Tagesaufgaben schaffe ich nicht, daher habe ich heute immerhin mal meine angefangenen Handarbeiten fertig gemacht, fotografiert und wieder aufgeräumt.

Aufräumen ist sehr wichtig, denn auch das gibt Struktur und einen Rahmen. Und die Handarbeiten für die Charitysachen geben mir das Gefühl, ein wichtiger Baustein im Rad des Lebens zu sein, und nicht sinnlos und ohne Arbeitsaufgaben meine Rente zu erhalten....

Montag, 23. September 2019

Wie alles begann...

...hm, gar nicht so einfach...

Ich liebe die Predigten von Joyce Meyer, und in einer davon stellte sie eine interessante Frage:

Was würde passieren, wenn sich jeder ein Jahr lang intensiv um die Lösung 
seiner eigenen Probleme kümmern würde?

Diese Frage hat mich nicht mehr losgelassen, denn ich bin ein notorischer "ich weiß eine Lösung für Deine Probleme"-Mensch. Ja, es macht mir Freude, für andere Leute Problemlösungen zu finden. Sei es, durch rechtliche Kenntnisse oder durch Finden von Adressen, Themen und und und.

Ja, und ich bin auch gut darin, das habe ich in meinen Arbeitsumfeldern immer gemerkt und bestätigt bekommen. Nur ... ich arbeite nicht mehr. Und ich nutze meine Fähigkeiten auch nicht zur Lösung meiner Probleme.

Und das will ich nun ändern. Mal schauen, was für Auswirkungen das auf mein Leben und die Menschen in meinem Umfeld haben wird? Sicher werde ich auch einige Menschen damit vor den Kopf stoßen oder mich von einigen trennen müssen, damit es mir gut geht.

Aber ich will noch ganz lange mit Freude leben und dabei auch für andere Menschen ein Wohlgefallen sein, und so ist es wichtig, dass ich mich um mich selbst kümmere.

Was mir dabei spontan so einfällt an Problemen, sind folgende:

Meine Aufschieberitis:

immer wieder habe ich tolle Ideen, doch ich setze diese nicht in die Tat um. und auch im Alltag drücke ich mich vor Aufgaben und schinde Zeit. Weshalb eigentlich????

Mein Übergewicht:

es hält mich von freier Bewegung und Lebensfreude ab. Weshalb also nicht weg damit?

Als Wissensriese und Umsetzungszwerg gehe ich jetzt erst mal schauen, was ich dazu an Literatur schon da habe....